Die Linke als Klassenfeind

Pastiche nennt Fredric Jameson “eine Kunst der Imitate, denen ihr Original entschwunden ist”. Sie ist eine “ausdruckslose Parodie, eine Statue mit leeren Augenhöhlen”. Pastiche ist Zeitgeist. Die Tatsache, dass der Postmodernismus dem Modernismus längst den Rang abgelaufen hat, keine Avantgarde mehr, sondern an der Tagesordnung ist, hindert seine Vertreter nicht daran, weiterhin Opposition zu spielen….

Broschüre: Postmoderner Kapitalismus. How dare you

In der Broschüre stehen Untersuchungen allgemeiner Tendenzen neben Einzelanalysen, Beiträge von uns neben Gastbeiträgen von David Schneider, Lukas Sarvari und Philipp Hanslik, zudem erzählt Stefan Dietl in einem Interview aus der gewerkschaftlichen Praxis in Zeiten von Gig Economy und Crowdwork.

Corona Managing Class

Die Warner und Mahner haben gesiegt und rufen nun nach Bestrafung für alle, die am Ausmaß der zweiten Corona-Welle gezweifelt haben. So klar, wie die wissenschaftlichen Fakten auf einmal verteilt zu sein scheinen – obwohl doch gerade das Pochen auf die Falsifizierbarkeit jeder Theorie dem bürgerlichen Popperismus innewohnte –, so wenig Dissens jenseits von Hildmann hier…

Robert Habeck: Mit Fakten, Werten und Zuversicht in die grüne Technokratie

Schon das Unsichtbare Komitee wusste in seinem Klassiker “Der kommende Aufstand” zu behaupten, dass eine “Umweltdiktatur” unausweichlich ist, denn “nichts hätte ohne die Ökologie noch genügend Autorität, um jeden Widerspruch gegen das übermäßige Fortschreiten der Kontrolle zum schweigen zu bringen”

Berliner Zustände: Coronapreneurs

“In the midst of the toilet paper panic, you might be wondering if there’s a way to profit from this madness of the crowd.” (Forbes) [1] Wie macht man Profit in der Krise? Nicht nur das Wirtschaftsmagazin Forbes stellt sich diese Frage, auch Berliner Unternehmen suchen nach einer Antwort. Wie nur entlockt man den enthaltsamen Konsumenten…

Berliner Zustände: Wie bei Trumps unterm Sofa

Die Eintönigkeit und Ideenlosigkeit der antiamerikanischen Kulturszene in Deutschland deutet auf ein tiefsitzendes Ressentiment. Es sind dieselben wiederkehrenden Bilder, die immergleichen Statements und teilweise wortgleichen Aussagen, die das meist bildungsbürgerliche Publikum weder langweilen noch empören. Statt das Eintrittsgeld zurückzufordern wird brav applaudiert. Willkommen im Berliner Kunstbetrieb. Wenn die neueste Aufführung im Berliner Ensemble also als…

Berliner Zustände: Nur noch kurz die Welt retten

Für alle die gehofften haben, dass mit dem Verriss der letzten Aktion des Zentrums für politische Schönheit erstmal Ruhe wäre mit moralisch überhöhten Aktivismus vom Typus grün-kreativ, der wird leider wieder enttäuscht. Berlin-Mitte als Zentrum von Naivität und Tatendrang hat ein neues Projekt in den Startlöchern. „Unfuck the World“, „die Utopie kann Wirklichkeit werden“, „Wir…

Don’t clean up your kiez

“Nichtstun ist keine Alternative“ – Angela Merkel [1] Berlin ist die Do-It-Yourself-Hauptstadt. Selber machen ist hier Beschäftigung und Geisteshaltung zugleich. Mit dem Lastenfahrrad fährt man selbstbewusst zum Urban Gardening, zum Schweißworkshop und natürlich zum Baumarkt, um zwischen Brettern und Scharnieren den schnöden Büroalltag zu vergessen. Der moderne Berliner, stets weltgewandt in grüner Weltabgewandtheit, ist organisch…

Veranstaltungsreihe: Like A Ship Between Two Icebergs

Die Teilung Polens, so Karl Marx in seiner 1875 in London gehaltenen Rede Für Polen, stellt den „Kitt“ dar, „der die drei großen Militärdespotien: Rußland, Preußen und Österreich zusammenbindet.“ In der „Wiederherstellung Polens“ sah er „eines der Ziele der Arbeiterpolitik“. Auch Friedrich Engels bezeichnete die „Befreiung Polens von der Unterdrückung der Deutschen“ in seiner Rede…